Tipp: Aktuelle Ausgabe des antifaschistischen Magazins DER RECHTE RAND

Foto: DER RECHTE RAND
Gleichwohl ist der aktuelle RECHTE RAND wieder mit Artikeln zu unterschiedlichen Themenfeldern antifaschistischen Engagements eine gute Quelle für Reflexionen und Informationen. Hier eine paar Hinweise auf interessante Artikel und Interviews:
Unter dem Titel „Unerlaubte Betriebsstörung geboten“ ordnet der Journalist Andreas Speit die Kunstaktion des „Zentrums für politische Schönheit“ beim ARD-Sommerinterview mit der Ko-Vorsitzenden der rechtsextremen AfD, Alice Weidel, als angemessene und gebotene Widerstandsaktion ein. Sein Fazit lautet „Wünschenswert: Die unerwünscht laute Störung des Betriebsablaufs – auch gedeckt von der Kunstfreiheit“.
Gleich mehrere Artikel setzen sich mit der europaweiten Verfolgung und Kriminalisierung junger Antifaschist*innen insbesondere mit Blick auf dem sogenannten „Budapest-Komplex“ und den „Antifa-Ostverfahren“ auseinander. Zwei Anwält*innen, die Beschuldigte im Budapest-Komplex vertreten, beleuchten die „grenzenlose Kooperation“ deutscher Sicherheitskräfte mit den Behörden des autoritären Ungarn, die illegale Auslieferung von Maja nach Ungarn und den immensen Aufwand, mit dem Antifaschist*innen ausgespäht wurde/werden. Das Interview mit den Eltern von Clara, einer der Beschuldigten, bietet eine weitere Perspektive auf den „Budapest-Komplex“ und die „Antifa-Ostverfahren“.
Ein Interview mit Jascha von Queer Pride Dresden und Candy vom CSD Oberhavel erlaubt einen Blick auf Angriffe auf die queere Scene Ostdeutschlands und signalisiert, dass der Kampf der queeren Community auch immer antifaschistisch ist.
Im Artikel „Das Volk mag's roh“ beschreibt Hannah Eitel, wie die AfD soziale Themen mit autoritärer und völkischer Überformung für ihre Zwecke neu framed. Um die AfD geht es auch in dem Artikel zu den Vorbereitungen auf die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt.
Besonders lesenswert ist auch der Artikel zum sogenannten „Neutralitätsgebot“ an Schulen von Isabel Rojas Castaneda und Camilla Plath von der GEW Niedersachsen.
Felix Schilk ordnet im Artikel „Das Recht auf Nazipropaganda“ das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ein, mit dem das Verbot gegen die „Compakt-Magazin GmbH“ gekippt wurde.
Weitere Artikel zu Reichsbürger*innen, zur „Bürgerzeitung“ KLARTEXT, Kurzmeldungen und Buchtipps runden den Blick auf das aktuelle Heft ab.
DER RECHTE RAND erscheint 6x im Jahr, kostet 3,50 pro Ausgabe und kann nur im Abo erworben werden. (abo@der-rechte-rand.de)
Aus unserer Sicht lohnt ein Abo des Magazins, weil die Artikel in der Regel fundiert recherchiert sind und wichtige Hintergrundinformationen für das antifaschistische Engagement liefern. Es ist auch ein schönes Geschenk für Kinder und Enkel, die sich mit diesen Themen beschäftigen.
Einzelne Artikel und ein Archiv finden sich auf der Homepage www.der-rechte-rand.de