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30 Jahre Internationale Tage gegen Rassismus

“Menschenwürde schützen“

Menschenwürde schützen: Unter diesem Motto beginnen am Montag, 17. März 2025, die Internationalen Wochen gegen Rassismus mit tausenden Veranstaltungen bundesweit. „Nach einem migrationsfeindlichen Wahlkampf ist es umso wichtiger, Flagge für eine menschenfreundliche Gesellschaft zu zeigen“, sagt Jürgen Micksch, Vorstand der Stiftung gegen Rassismus. Nachdem erneut hunderttausende Menschen in den letzten Wochen gegen rechts auf die Straße gingen, folgen jetzt zahlreiche bunte Aktionen und Veranstaltungen. „Wir machen uns dafür stark, dass wieder Werte wie Respekt, Nächstenliebe und Zusammenhalt im Fokus stehen“, betont Jürgen Micksch. „Gemeinsam können wir die Stimmung im Land verändern.“

In der Zeit vom 17. bis 30. März stehen über 5.000 Veranstaltungen in ganz Deutschland auf dem Programm, darunter über 2.000 religiöse Feiern. Da zeitgleich der muslimische Fastenmonat Ramadan stattfindet, gibt es zahlreiche öffentliche Iftar-Feiern im Zeichen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

Die UN-Tage gegen Rassismus wurden in Deutschland vor 30 Jahren in Frankfurt am Main ins Leben gerufen. Über die Anfänge der Initiative sowie die Entwicklung im Laufe der Jahre, besondere Herausforderungen und Veränderungen, informiert die Broschüre „100 % Prozent Menschenwürde. 30 Jahre Internationale Tage gegen Rassismus“. Das Heft kann auf der Homepage der Stiftung gegen Rassismus, die in Deutschland die UN-Wochen koordiniert, heruntergeladen oder in gedruckter Form bestellt werden.

In Nienburg sind die Internationalen Wochen gegen Rassismus mit dem Motto 100% Menschenwürde - Zusammen gegen Rassismus als Kooperation von Stadt und dem Runden Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt im öffentlichen Raum präsent. Wer aufmerksam durch die Stadt geht, wird entsprechende Banner in der Stadt finden.

Das Selbstverständnis des Runden Tisches basiert auf dem bundesweiten "Aufruf für Toleranz" im Jahre 2000, den 44 Erstunterzeichner und Erstunterzeichnerinnen aus Politik, Wirtschaftsverbänden, Arbeitnehmerverbänden und Religionsgemeinschaften mit ihrer Unterschrift unterstützten (Berliner Aufruf für Toleranz und Demokratie). Diesen Aufruf hatten auf Initiative des Runden Tisches viele namhafte Persönlichkeiten in Stadt und Landkreis Nienburg beispielgebend unterzeichnet und damit ein klares Bekenntnis für demokratische

Werte und gegen Rechtsextremismus gesetzt. Insgesamt wurden mehr als 1000 Unterschriften gesammelt und in der Tageszeitung "DIE HARKE" vom 8. November 2000 veröffentlicht.

Der Aufruf für Toleranz aus dem Jahr 2000 ist inhaltlich aktueller den je:

„Wir stehen für ein menschliches, weltoffenes und tolerantes Deutschland, für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in diesem Land, ungeachtet ihrer Weltanschauung, Religion, Kultur oder Hautfarbe. Wir verurteilen Hass, Gewalt, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Wir dulden keinen Antisemitismus, keine Schändung von Friedhöfen, religiösen und kulturellen Einrichtungen, keine feigen Übergriffe gegen Menschen in unserem Land. Wir stehen zusammen gegen das Wegschauen und die Gleichgültigkeit. Wir wollen ein Land, in dem kein Mensch Angst haben muss vor Verfolgung und Gewalt. Wir sind nicht allein. Unsere stärksten Waffen sind Mut zur Zivilcourage und Entschlossenheit. Auf uns, die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes kommt es an. ‚Die Würde ist unantastbar’. Wir stehen zu den Grundwerten unserer Demokratie. Wir stehen zusammen gegen das Wegschauen und die Gleichgültigkeit.“

Der Runde Tisch Nienburg möchte alle Menschen im Landkreis dazu ermutigen, die Wochen gegen Rassismus dazu zu nutzen, um im eigenen Umfeld für Demokratie und Menschwürde zu sensibilisieren.

Weitere Auskünfte erteilt der Runde Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt unter E-Mail:

runder.tisch.nienburg@gmail.com

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Autor*in

Runder Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt Nienburg/Weser
Veröffentlicht: Montag, 17. März 2025 um 11:20 Uhr