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Wer steckt wen an? - Geflügelpest bremst Aufwind der Kraniche

Alljährlich wiederkehrend versuchen wir unserer Mitgliederversammlung einen - auch für die Öffentlichkeit - aktuellen und interessanten Vortrag voranzustellen. In diesem Jahr wird es um Tausende rastender Kraniche gehen, die am Ende des vergangenen Jahres mit der Geflügelpest H5N1 zu kämpfen hatten. Viele der „Vögel des Glücks“ erlagen dieser Seuche auch an den Rastplätzen rund um Nienburg. In den westlich gelegenen Schlaforten der Diepholzer Moorniederung war dieses teils grausam anmutende Geschehen ebenso über Wochen zu beobachten. Der genaue Ablauf des Infektionsgeschehens und die Infektionswege sind nicht wirklich klar.
Aber inzwischen schließt selbst das bundeseigene Friedrich-Loeffler-Institut Übertragungen aus Geflügelhaltungen auf Wildvögel nicht mehr aus. Niedrigpathogene Geflügelpestviren gibt es schon lange in Wildvogelpopulationen. Sie mutierten zu hochansteckenden Viren zunächst in ostasiatischen Geflügelbetrieben, verbreiten sich auf dem Handelsweg zwischen den Geflügelhaltungen weltweit und gelangten zurück in die Vogelwelt. Hohe Besatzdichten in den Ställen sind ideale Voraussetzungen für eine Durchseuchung mit H5N1. Durch Transporte von Eintagsküken, Zuchttieren oder kontaminiertem Futter wird die Epidemie permanent angeheizt.
Wer steckt wen an? Und: Stoppt die Epidemie den seit Jahrzehnten anhalten Aufwärtstrend der Kraniche? Um etwas Licht ins Dunkel dieser Fragen zu bringen, hat der BUND-Kreisverband Nienburg mit Günter Nowald einen im nationalen und internationalen Kranichschutz erfahrenen, seit Jahrzehnten forschenden Experten eingeladen. Nowald, Leiter des Erlebniszentrums „Kranichwelten“ in Mecklenburg-Vorpommern und Geschäftsführer von „Kranichschutz Deutschland“ wird an diesem Abend die Zusammenhänge erläutern.

Im Anschluss ab ca. 19.30 Uhr:

Mitgliederversammlung der BUND-Kreisgruppe