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Elisabeth Weinberg Preis 2026: Vorschläge gesucht!

Bis 31. August können engagierte junge Menschen aus Nienburg für den Preis vorschlagen werden

Auch in diesem Jahr wird der Elisabeth-Weiberg-Preis an junge Menschen in Nienburg verliehen. Dabei geht es besonders darum Personen auszuzeichnen die sich mit besonderem Einsatz für ein respektvolles, vielfältiges und gleichberechtigtes Miteinander starkmachen. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert
Dafür sind nun alle Nienburger*innen gefragt: Wer hat diesen Preis verdient? Ab sofort können wieder Vorschläge eingereicht werden. Gesucht sind junge Personen, Initiativen oder Projekte, die mit ihren Ideen und ihrem Einsatz ein Zeichen für gegenseitigen Respekt und gegen Diskriminierung setzen. 

Preisträger*innen
Die Vielfalt der Preisträger*innen zeigt die vielen Wege, wie es Menschen gelingt sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung in unserer Gesellschaft einzusetzen. Dies geht über Erinnerungsarbeit, Zivilcourage, künstlerische Projekte oder Schul-AGs.

Beispielsweise hatten sich dabei die Jugendlichen der Jugend-AG Pulverfabrik Liebenau mit der Geschichte der Pulverfabrik und den damit verbunden Kapitel der Zwangsarbeit beschäftigt, wofür sie im Jahr 2001, 2002 und 2017 den Elisabeth-Weinberg-Preis erhielten. 
Weitere tolle Projekte wie dir Jugendgruppe des Arbeitskreises Stolpersteine Rehburg-Loccum oder die oder die AG „Erinner dich“ der Nordertorschule Nienburg zeigen wie wichtig es ist, die dunkelsten Kapitel unserer Geschichte auszuarbeiten und den Opfern eine Stimme zu geben, die oftmals in der Anonymität der Masse untergehen. 

Bei der Aufrechterhaltung einer offenen und demokratischen Gesellschaft helfen zudem immer wieder Einzelpersonen, oft im Stillen und oft mit scheinbar kleinen Gesten. Genau diese möchte der Elisabeth-Weinberg-Preis würdigen, weil sie ein unverzichtbarer Teil im Kampf gegen Diskriminierung sind. 
Dabei bringen Jungendliche immer wieder den Mut auf, Ungerechtigkeit in den Weg zu treten. 

Milena L’Assainato bekam zum Beispiel im Jahr 2006 den Preis, weil sie sich mutig für ihre Freundin eingesetzt hat, die regelmäßig auf dem Weg zur Arbeit aufgrund ihrer Hautfarbe von zwei jungen Männern bedrängt und beleidigt wurde. Ein weiteres Beispiel für einen herausragend Einsatz zeigte Klaas de Boer, der sich trotz schlimmer Vorerfahrungen gegen eine Tätergruppe bei einem Handtaschenraub einsetze. 

Zivilcourage hat dabei natürlich ganz unterschiedliche Facetten, wie zum Beispiel auch durch den Einsatz für das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ der Johann-Beckmann-Gymnasiums in Hoya oder der Verein „Friedlich gegen Rassismus e.V., wobei dieser sich kontinuierlich und nachhaltig gegen Rassismus und Rechtsextremismus einsetzt, vor allem durch Veranstaltungen und Aufklärung. 

Ebenfalls gegen Rassismus, Fremdenhass und Gewalt setzt sich das Projekt RAP CONNECTS aus dem Jugendhaus Nienburg ein, die Songs für mehr Toleranz produziert haben und zeigen, wie man mit Kunst die Aufmerksamkeit auf wichtige Themen in unserer Gesellschaft legen kann. Wobei ebenfalls Filme oder die Theatergruppe „Die Spielverderber“ einen Preis erhielten. 

Im letzten Jahr gewann Peer Emil Sören Bartz, der einen Stadtrundgang zum Thema „Jüdisches Leben in Nienburg“ entwickelte. 


Unterstützer*innen
Die Vielfalt des Elisabeth-Weinberg-Preises zeigt eindrucksvoll, wie viele Kräfte daran beteiligt sind, unsere demokratische Gesellschaft zu schützen. In diesem Jahr feiert der Preis sein 25. Jubiläum
Ob Schul-AG, eine mutige Person oder junge Künstler:innen, der Elisabeth-Weinberg-Preis ist für alle jungen Menschen zwischen 12 und 27 Jahren aus dem Landkreis Nienburg zugänglich. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert und wird von unterschiedlichen Träger*innen unterstützt. Der Dank gilt dabei dem Landkreis Nienburg/Weser, der Stadt Nienburg/Weser, dem Evangelisch-lutherischem Kirchenkreis Nienburg, der Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg, der Werner-Ehrich-Stiftung und dem Runden Tisch gegen Rassismus. 

Die Preisverleihung findet am 09.11.2026 im Rathaus statt, wobei nochmal alle nominierten Personen und Gruppen die Chance haben, ihr Projekt vorzustellen. 


Bewerbung
Du kennst eine Person oder eine Gruppe, die diesen Preis verdient? Dann schicke uns doch bis zum 31.08.2026 eine kurze Beschreibung des Projekts. Wir freuen uns über zahlreiche Vorschläge an die Adresse: Landkreis Nienburg/Weser, Vorzimmer des Landrates, Kreishaus am Schlossplatz, 31582 Nienburg oder einfach als Email an: landrat[at]kreis-ni.de


FAQ - alle wichtigen Infos zsuammengefasst:

Was ist der Elisabeth-Weinberg-Preis? Der Elisabeth-Weinberg-Preis ist ein Jugendpreis für Engagement gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung und zur Förderung der Erinnerungskultur und der Demokratie. 

Wer kann teilnehmen? Junge Menschen ab 12 Jahren aus Stadt und Landkreis Nienburg entweder als Einzelpersonen oder Gruppe. 

Muss mein Projekt schon abgeschlossen sein? Nein, es sollte aber bereits so weit entwickelt sein, dass es bewertet werden kann.

Wie bewerbe ich mich für den Preis? Durch Einreichen einer formlosen Projektdokumentation mit einer kurzen Beschreibung inklusive Ziel und Wirkung und ggf. weiteren Materialien. Mail an: Vorschlag@elisabeth-weinberg-preis.de  (hier Link zum Bewerbungsformular)

Gibt es eine Bewerbungsfrist? Ja, in der Regel bis Ende August.

Wie hoch ist das Preisgeld? Das Preisgeld beträgt insgesamt etwa 2.000 € und kann auf mehrere Projekte aufgeteilt werden. 

Wann findet die Preisverleihung statt? Die Preisverleihung findet am 9. November statt.



Porträt Elisabeth Weinberg  
Elisabeth „Liesel“ Weinberg wurde 1922 in Hannover geboren und wuchs in Nienburg auf. Sie besuchte die Hindenburgschule (heute Marion-Dönhoff-Gymnasium) und lebte mit ihren Eltern in der Hafenstraße, wo die Familie eine Viehhandlung betrieb. Wegen ihres jüdischen Glaubens wurde sie während der NS-Zeit zunehmend ausgegrenzt, musste die Schule ohne Abschluss verlassen und verlor mit ihrer Familie jede Zukunftsperspektive. Am 28. März 1942 wurde sie gemeinsam mit ihren Eltern und weiteren 16 Nienburger*innen mit jüdischen Glauben deportiert und später ermordet.


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Ihre Spende unterstützt die Arbeit des Elisabeth-Weinberg-Preises und trägt dazu bei, diese wichtige Gedenkarbeit fortzuführen.

Spendenkonto:

Stadt Nienburg
Sparkasse Nienburg DE32 2565 0106 0000 3737 12
oder Volksbank Schaumburg Nienburg eG DE07 2559 1413 3101 1268 00

Verwendungszweck:
Spende ELISABETH-WEINBERG-PREIS, 20010.272881

Sie erhalten auf Wunsch eine Spendenbescheinigung.
Vielen Dank für Ihren Beitrag – für Erinnerung, für Zukunft und für ein Miteinander, das nicht vergisst.

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Autor*in

Runder Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt Nienburg/Weser
Veröffentlicht: Montag, 08. Juni 2026 um 14:59 Uhr