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Stolpersteine vorm AfD-Büro erstrahlen nach Putzaktion der Omas gegen Rechts in neuem Glanz

Seit dem Jahr 2012 wurden in Nienburg an 21 Orten in der Stadt Stolpersteine zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus vor den Häusern verlegt, in denen diese Menschen zuletzt freiwillig gelebt hatten. Auf diesen Steinen wurden ihre Namen, ihre Geburtsdaten und so weit recherchierbar, ihr weiteres Schicksal dokumentiert.

Auf den zunächst frisch nach ihrer Verlegung noch hell goldglänzenden, mit den würfelförmigen Betonsteinen verankerten Messingplatten, in die die Inschrift eingeschlagen wird, bildet sich mit der Zeit eine dunkle Patina aus. Dann werden sie leider häufig übersehen, da sie sich optisch kaum noch von ihrer Umgebung abheben.

Als in der lokalen Presse berichtet wurde, dass die Räume im Erdgeschoss des Hauses Lange Straße 25 in Nienburg von der AfD angemietet worden waren, gab es aber aufmerksame Menschen, die von den dort direkt vor der Eingangstür liegenden drei Stolpersteinen bereits wussten, bzw. denen sie dort ins Auge fielen.

Schnell wurde der gemeinsame Entschluss gefasst, die Erinnerung neu zu beleben.

So wurde am Freitag, dem 15. August 2025 nachmittags am Standort Lange Straße 25 eine bunte Informationsveranstaltung mit vielen Postern und einem Hinweisschild auf die „Stolpergefahr“, abgehalten. Zunächst wurden die drei Messingplatten ausgiebig wieder auf Hochglanz poliert, anschließend gab es mehrere Wortbeiträge, in denen auf die Geschichte der Stolpersteine und die Wichtigkeit der Beachtung der Menschenwürde gerade in der heutigen Zeit hingewiesen wurde. Abschließend wurden die Biografien der dort gewürdigten Menschen verlesen.
Unter den ca. 35 Anwesenden (darunter auch die Patin der Stolpersteine) kam es zu interessanten Gesprächen zum Thema. Die Veranstaltung fand begeisterten Zuspruch, deshalb wurden Wiederholungen solcher Aktionen geplant.

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Autor*in

Runder Tisch gegen Rassismus und rechte Gewalt Nienburg/Weser
Veröffentlicht: Montag, 08. September 2025 um 13:24 Uhr