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Covid-19: Nordostsyrische Selbstverwaltung bittet um Hilfe

Liebe Freundinnen und Freunde,

die Initiative "NienburgerInnen für Rojava" wendet sich an euch mit der dringlichen Bitte um Unterstützung für die Selbstverwaltung in Nordostsyrien (Rojava).
Wie aus dem folgenden Appell ersichtlich ist wird angesichts fehlender bzw. unzureichender medizinische Ausstattung bei gleichzeitig hunderttausender Binnenflüchtlinge die immer noch beengt in Lagern in Rojava leben müssen, die Sorge der Autonomieverwaltung vor einem Ausbreiten des Virus nachvollziehbar.
Wir könnten uns einerseits an unsere Abgeordneten wenden und diese auffordern sich für eine Unterstützung von Rojava einzusetzen, wir können jedoch auch versuchen durch persönliche Spenden der Gesundheitsverwaltung in Rojava zu helfen wo immer möglich die medizinische Ausstattung zu ergänzen.
Das Coronavirus trifft uns und bestimmt aktuell unser Leben. Doch wir leben hier in Frieden und haben eine viel bessere Gesundheitsversorgung als die Menschen in Nordostsyrien.
Nicht jeder und jede von uns hat vielleicht das Geld für eine Spende. Doch könnten wir z.B. nicht verausgabte Gelder für Kino-und Theaterkarten, gesparte Kosten für Bahntickets, Aufwandspauschalen für Ratstätigkeit, oder das ausfallende Frühstück, den Kaffee auf dem Wochenmarkt nun einer sinnvollen Verwendung zu führen. Zum Ende des folgenden Aufrufs findet ihr die Kontoverbindungen von HEYVA SOR A KURDISTANÊ E.V. und medico international e.V.

In der Hoffnung auf eure Unterstützung,

Kathrin Plate Karim Iraki Wilfried Möhlmann
NIENBURGER INITIATIVE FÜR ROJAVA


Aufruf
Covid-19: Nordostsyrische Selbstverwaltung bittet um Hilfe

Die Gesundheitskommission der Autonomieverwaltung Nord- und Ostsyriens bittet die internationale Gemeinschaft um Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus. Es fehle an grundlegender medizinischer Ausrüstung, die Flüchtlingslager seien besonders gefährdet.
ANF
QAMIŞLO
Dienstag, 24 Mär 2020, 10:03
Die Gesundheitskommission der Autonomieverwaltung Nord- und Ostsyriens appelliert an die Solidarität der internationalen Gemeinschaft und bittet um Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass immer mehr Nachbarländer im Mittleren Osten steigende Corona-Infektionen melden und die Krise den Iran besonders heftig trifft, sei die Gefahr einer Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit im nordostsyrischen Autonomiegebiet besonders hoch. Vor allem in den zahlreichen Flüchtlingslagern könnte ein Ausbruch verheerende Folgen haben. Sollte das Coronavirus die Camps mit Hunderttausenden Schutzsuchenden und Binnenvertriebenen erreichen, drohe eine Verschärfung der ohnehin aufgrund der jüngsten türkischen Invasion verursachten Instabilität.
Nord- und Ostsyrien hat, wie andere Länder auch, Maßnahmen getroffen,die helfen sollen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.
„Wir haben eine Ausgangssperre verhängt, die Arbeit in unseren Institutionen eingestellt, Versammlungen verboten und Schulen und Universitäten geschlossen. Trotz der Infektionsprävention und -kontrolle ist unsere Region einem besonders hohen Corona-Risiko ausgesetzt, da uns grundlegende medizinische Schutzausrüstung, Medikamente zur Behandlung von Infizierten und Beatmungs- und Sauerstoffgeräte fehlen. Darüber hinaus benötigen wir steriles Material für Abstriche, Testkits zur schnellen Identifikation von Fällen, infektionspräventive Instrumente/Hilfsmittel und Zugang zu Testlaboren.
Die Gesundheitskommission der Autonomieverwaltung Nord- und Ostsyriens appelliert daher an die Vereinten Nationen, die Weltgesundheitsorganisation, die Europäische Union und alle internationalen Gremien und Organisationen im Gesundheitswesen, die Regionen im Autonomiegebiet bei der Sicherung der medizinischen Versorgung zu unterstützen und mit medizinischen Geräten, Ausrüstung und Medikamenten dazu beitragen, diese globale Pandemie einzudämmen und unter Kontrolle zu halten, um damit menschliche Verluste möglichst gering zu halten."

Spenden für Rojava in Zeiten von Corona an:

HEYVA SOR A KURDISTANÊ E.V., Kreissparkasse Köln
IBAN: DE49 3705 0299 0004 0104 81
Verwendungszweck: Rojava
Über Paypal: www.paypal.me/heyvasor (aufgrund einer Verfügung des ADD können keine Spenden aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz angenommen werden)

MEDICO INTERNATIONAL
IBAN: DE21 5005 0201 0000 0018 00
BIC: HELADEF1822
Frankfurter Sparkasse
Spendenstichwort: Globale Gesundheit

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Autor

attac Regionalgruppe Nienburg/Weser
Veröffentlicht: Freitag, 27. März 2020 um 20:47 Uhr

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